Pferdealm 2017

Noch genießen unsere Pferde die Sommerfrische-Ferien. Und es geht ihnen sehr gut auf 2000 Metern Meereshöhe.

So oft es eben geht, besuche ich mein Pferd auf der Alm. Hat es mich erkannt kommt es mir auch drei Schritte entgegen, lässt sich ein bisschen verwöhnen und sich eine Karotte schenken. Dann tragen die Felswände ein Wiehern über die Alm und ich bleibe als nette alte Bekannte zurück: schön dass du vorbei geschaut hast, aber wir müssen jetzt weiter. Und ohne ein Ohrwackeln oder sich noch einmal umzudrehen – doch ganz kurz vielleicht – zieht die kleine Pferdeherde Richtung Wassertränke.

Aber schon bald beginnt auch für die Sommerferien-Pferde wieder die Reitsaison.

Unter den Pferdebesitzern gibt es unterschiedliche Auffassungen zu den Sommeralmen. Es ist nicht immer ganz ungefährlich, das Weideland muss passen und ein Hirte sollte täglich nach den Tieren schauen. Nach der Alm muss man langsam anfangen das Pferd wieder zu trainieren, Kondition und Muskeln wieder aufbauen – bei sich selbst wahrscheinlich auch.

Aber gerade dieser Sommer war sehr heiß und reiten ist oft nur in den frühen Morgenstunden oder am Abend möglich gewesen. Bremsen und Fliegen können nicht nur lästig sein, sondern auch Krankheiten verursachen. Und viele private Pferdebesitzer haben im Sommer Heu zu ernten und können die Pferde-freie-Zeit nutzen sonst Arbeiten zu erledigen – oder andere Pferdeorte anzuschauen ;-).

Für mich und mein Pferd ist die Alm eine super Sache und es ist jedes Mal ein bisschen traurig (nur für mich) das Pferd in die Sommerauszeit abzugeben und eine große Freude es nach der Pause wieder abzuholen und alles bisher Gelernte aufzufrischen, neue Lektionen zu üben und Ausritte durch den sich färbenden Lärchenwald zu unternehmen.

 



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